Gibt es Zufälle oder nicht?

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Viele Menschen glauben, dass es Zufälle gibt.

Viele Menschen glauben, dass es Zufälle gibt. Aber gibt es sie wirklich? Oder ist das nur ein Standpunkt, den man einnehmen kann?

Der Vorteil an Zufälle zu glauben liegt darin, dass es bei Ergebnissen in Deinem Leben, die Dir nicht gefallen, nicht an Dir liegt, dass Du dieses Ergebnis hast. Auf diesem Standpunkt bist Du immer das Opfer und nie verantwortlich für das, was Dir passiert. Die Konsequenz ist, dass Du keinen Einfluss mehr auf Dein Leben hast. Du gibst das Steuerrad Deines Lebens aus der Hand und dann passiert „ES“ Dir. Du wirst zum Spielball der Ereignisse und eine typische Folge davon ist ANGST. Flugangst ist zum Beispiel ein Ausdruck von diesem Standpunkt.

Andere Menschen glauben, dass es keine Zufälle gibt und Ergebnisse eine Folge von Arbeit sind. Dieser Standpunkt ist genauso gültig wie der vorgenannte. Hier liegt der Vorteil ganz besonders bei Ergebnissen, die Dir gefallen. Sind Deine Ergebnisse gut, dann lag das an Dir. Du hast ja viel dafür getan. Die Konsequenz ist, dass Du sehr viel tun musst, um etwas zu erreichen. Auf diesem Standpunkt musst Du immer hart und viel arbeiten, um ein Ergebnis zu bekommen. Eine Folge davon ist ein anstrengendes Leben und Dein ständiger Begleiter ist die Angst, nicht genug getan zu haben. Du fühlst Dich bei allem sofort schuldig und denkst, wenn Du viel arbeitest, dann bringt das auch viel – aber ist das wirklich so? Wenn das so wäre, dann wäre jeder Schwerstarbeiter Millionär.

Ein dritter Standpunkt ist, dass Ergebnisse eine Folge von Absicht sind. Eine Absicht ist ein Ziel, ein Sinn oder Zweck, das oder den Du verfolgst. Die Absicht kann Dir bewusst sein, wenn Du beispielsweise ein berufliches Ziel hast und dieses umsetzt. Sie kann Dir aber auch nicht bewusst sein, wenn Du in Deiner Vergangenheit Schlussfolgerungen aus Ereignissen oder Ergebnissen gezogen hast, nach denen Du noch heute agierst. Wenn Du z. B. denkst, dass nur schwer erlangte Ziele wertvoll sind, dann wird diese Überzeugung dafür sorgen, dass Du es beim Erreichen Deiner Ziele schwer hast. Du lebst dann in der Absicht, Dir mehr Wert zu geben und somit sorgst Du dafür, dass alles schwer ist für Dich.

Sind es Zufälle, ist es Arbeit oder ist es Absicht?

Der Absichts-Standpunkt hat den Vorteil, dass Du das Lenkrad Deines Lebens in der Hand hast. Du bist verantwortlich für alle Ergebnisse in Deinem Leben und alles, was Du erlebst. Auf diesem Standpunkt stehend bist Du in der Lage, Dein Leben zu verändern und Ergebnisse, die Dir nicht gefallen, zu korrigieren. Die Konsequenz ist, dass Du niemanden mehr für Deine Ergebnisse verantwortlich machen kannst.

An dieser Stelle kommt häufig der Einwand: „Aber was ist mit Krankheiten? Die habe ich doch nicht beabsichtigt.“ Das stimmt begrenzt. Du hast vielleicht nicht bewusst beschlossen, jetzt eine Magen- und Darm-Krankheit zu bekommen. Hier muss klar sein: Ergebnisse sind nicht die Folge DEINER Absicht. Die Ergebnisse in Deinem Leben sind eine Folge einer Absicht, in der Du durch Schlussfolgerung (Denken) lebst. Welche Absicht im Kranksein steckt, siehst Du am dahinter liegenden Ergebnis. Wenn das Ergebnis ist, dass Du wegen der Krankheit einen Gang herunterschalten musst oder nicht mehr mitspielen kannst, dann ist das die Absicht, die wirkt. Vielleicht hast Du häufiger gedacht, dass Du mal eine Auszeit brauchst oder auf der Arbeit gefällt Dir irgendetwas nicht mehr, Du hast keine Lust mehr oder der Stress ist Dir zu viel. Dann ist Krankheit die Möglichkeit für die angestrebte Pause. Es kann auch sein, dass Du Dir mehr Aufmerksamkeit wünschst oder Du findest, jemand hat nicht verdient, dass Du weiterhin funktionierst. Die Absichten, in denen Menschen leben, sind sehr individuell und jeder muss für sich herausfinden, in welcher Absicht er lebt.

Kleine Kinder haben jedoch noch nicht die Absicht, sich eine Auszeit zu nehmen. Sie werden krank, weil sie in der Absicht leben, zu überleben und zu 100 % mitzuspielen. Sie wollen erwachsen werden. Um als Mensch zu überleben, braucht man ein starkes Abwehrsystem, dies wird durch Kinderkrankheiten oder auch Fieber geschult.

Die Kunst, auf diesem Standpunkt zu leben, besteht darin, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Das geht nur, wenn Du Dir Deine Ergebnisse wertungsfrei anschaust – ohne Schuld und ohne Vorwürfe. Am Ergebnis lässt sich die Absicht ablesen. Du müsstest Dir nur eingestehen, dass Du mit dem Ergebnis etwas zu tun hast. Wie Buddha schon sagte: „Alles, was wir sind und erleben, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.“ und keine Folge von Arbeit oder Zufall. Für Ergebnisse brauchst Du eine Absicht und dann gilt es, die Bedingungen dafür herauszufinden und zu erfüllen, die zum Erreichen des Zieles führen.

Alle drei genannten Standpunkte sind gültig, Du kannst jeden der drei wählen. Die ersten beiden sind allerdings widerlegbar. Du kennst jetzt die Vorteile und die Konsequenzen dieser Standpunkte. Welchen willst Du leben?

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