Immer auf den letzten Drücker

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Die meisten von uns verschieben Aufgaben gerne und machen sie auf den letzten Druecker.

Die meisten von uns kennen das: Wir erledigen einiges erst auf den letzten Drücker. Sozusagen „last minute“ ganz kurz vor der „deadline“. Nach dem Motto „Das mache ich später.“ oder „das hat noch Zeit.“. Das kann ein Anruf sein, die Steuererklärung, die Hausarbeit, die Schulaufgaben oder irgendetwas, von dem wir denken, dass wir das eigentlich erledigen müssten – aber wir tun es nicht.

Viele Studenten räumen beispielsweise lieber ihre Wohnung oder ihren Schreibtisch auf, anstatt an ihrer Bachelorarbeit zu schreiben. Man sitzt am Schreibtisch, sollte eigentlich lernen, aber plötzlich sieht man den Dreck auf der Fensterscheibe und dann putzt man das Fenster. Man findet immer wieder etwas, das gerade wichtiger ist, als für die Arbeit zu lernen und dann machen wir es halt wieder auf den letzten Drücker.

Wozu machen wir Sachen auf den letzten Drücker?

Wozu machen wir Sachen auf den letzten Drücker? Wozu erledigen wir die Dinge nicht sofort, sondern schieben sie auf, bis kurz vor knapp?

Ein Grund könnte sein, dass Du das, was gerade zu tun ist, nicht gerne machst. Anstatt die ungeliebte Aufgabe anzugehen, verschiebst Du sie auf einen späteren Zeitpunkt. Ob Du etwas gerne machst oder nicht, liegt nicht an der Sache an sich, sondern an Deiner Bewertung darüber. Für Ergebnisse muss man Bedingungen erfüllen – anders geht es nicht. Um Abitur zu machen, brauchst Du einen gewissen Notendurchschnitt. Das ist die Bedingung, die es für das Abitur zu erfüllen gilt und das bedeutet, Du kommst um das Lernen nicht herum. Bewertest Du das Lernen als positiv, so erfüllst Du diese Bedingung gerne. Bewertest Du das Lernen als negativ, wird es anstrengend für Dich. Tust Du etwas nicht gerne, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du delegierst es oder Du änderst Deine Bewertung darüber.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass Du Angst vor dem Ergebnis hast oder die dahinterliegenden Konsequenzen befürchtest. Vielleicht ist es ein wichtiges Gespräch, dem Du ausweichst, oder ein Arztbesuch, den Du hinauszögerst. Die Konsequenzen gehen dadurch jedoch nicht weg und je länger Du wartest, desto schlimmer wird es: Die Zeit, die Du durch das Verschieben gewonnen hast, verbringst Du damit, Dir Sorgen zu machen und Dir auszumalen, wie „schlimm“ wohl alles werden könnte. Probleme gehen durch abwarten nicht von allein weg und sie lösen sich auch nicht auf, wenn man sie ignoriert.

Der dritte Grund, warum wir Dinge auf den letzten Drücker erledigen, könnte die Angst vor dem Versagen sein. Denkst Du, Dein Ergebnis sagt etwas über Dich oder Deine Kompetenz aus? Wenn Du so denkst und dann scheiterst, hast Du durch die „last minute – Aktion“ die ideale Ausrede: Es lag nicht an Dir, sondern daran, dass die Zeit nicht ausgereicht hat. Du kannst damit vielleicht den anderen etwas vormachen – allerdings nicht Dir selbst! Du weißt, dass Du die Zeit gehabt hättest. Diese gedankliche Verknüpfung zwischen dem, was Du hast und dem, wer oder was Du bist, steht Dir im Weg. Du müsstest sie auflösen, wenn Du Deine Ergebnisse nicht mehr persönlich nehmen willst.

Wenn Du gerne Dinge auf den letzten Drücker erledigst, mache weiter so. Wenn Du es allerdings leid bist, unter Druck zu arbeiten, dann solltest Du etwas verändern.

Hast Du einen Widerstand beim Erledigen von Dingen oder irgendeine Befürchtung, lebst Du „Aufschieberitis“? Beides kannst Du im Coaching Gespräch dauerhaft auflösen. Wenn Du dieses Verhalten dauerhaft aufgeben willst, dann melde Dich zum Einzel-Coaching oder zum „Glücklich SEIN“ Seminar an. Näheres dazu findest Du HIER.

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