Wie lange hält die Liebe?

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Die Liebe macht gar nichts (auch nicht blind), denn die Liebe ist kein Ding.

Die Liebe hält nicht, sie geht nicht vorbei und sie geht auch nicht verloren.

Die Liebe macht gar nichts (auch nicht blind), denn die Liebe ist kein Ding. Du verliebst Dich und Du entliebst Dich. Die Liebe in Deinem Leben hat etwas mit Dir zu tun. Du wählst, ob Du verliebt bist oder nicht.

Laut einer Studie hält die Verliebtheitsphase im Durchschnitt ca. drei bis sechs Monate. Aber wie kriegst Du das hin? Wie machst Du das, nicht mehr verliebt zu sein?

Wenn Du Dich verliebst, siehst Du den anderen in einem komplett positiven Licht. Alles am anderen gefällt Dir, selbst die „Schwächen“ des anderen siehst Du positiv. Doch nach ein paar Wochen oder Monaten kommt es unweigerlich zum Konflikt.  Der andere macht oder unterlässt etwas, was Du so nicht erwartet hast und Deine gute Meinung ist vorbei.

Deine Liebe hat etwas mit Dir zu tun

Du ziehst Deine Liebe zurück, wenn der Partner sich nicht Deinen Erwartungen entsprechend verhält. Jetzt ist die vorher rundum positive Meinung über ihn/sie nicht mehr ganz so positiv. Das strahlende Licht des anderen wird in Deinen Augen dunkler. Du denkst, er/sie sei unzuverlässig oder zickig. Aber anstatt das anzusprechen (ohne Vorwurf, Moral oder Gefühle) gehen die meisten drüber hinweg, beginnen aber im Geheimen, Beweise für ihre negative Meinung und gegen ihren Partner zu sammeln.

Wenn Du Deine Meinung über den anderen änderst, änderst Du Deine Gefühle zu ihm/ihr. In Deinen Augen mutiert er vom strahlenden Held zum unzuverlässigen Weichei und sie von der strahlenden Königin zur besitzergreifenden Zicke. Mit der Änderung Deiner Bewertung des anderen beendest Du die Verliebtheitsphase.

Deine Meinung über den anderen ist nicht die Wahrheit. Er/sie erscheint Dir so, weil Du ihn/sie so siehst. Mit unseren Gedanken lenken wir unser Leben – so mächtig sind wir. Wir ziehen Schlussfolgerungen und bilden Meinungen aus Ereignissen, und für die Richtigkeit der Schlussfolgerungen sammeln wir dann Beweise. Unser Gehirn will die Richtigkeit der Schlussfolgerungen immer wieder bestätigen. Wir wollen Recht haben, denn Bestätigung ist Belohnung und damit springt in unserem Gehirn das neuronale Belohnungssystem an. Je mehr wir unser Gehirn damit belohnen, dass es Recht hatte, umso mehr verfestigen wir unsere Meinungen zu innersten Überzeugungen.

Nicht die Ereignisse beeinflussen Dein Leben, sondern die Schlussfolgerungen, die Du daraus gezogen hast. Die Ereignisse kannst Du nicht verändern, aber Deine Schlussfolgerungen.

Du bist für Dein Verliebtsein verantwortlich, nicht die Liebe und schon mal gar nicht der andere. Und genau darin liegt der Vorteil: Wenn Du das Steuer in die eine Richtung lenken kannst, dann kannst Du es auch in die andere Richtung lenken und ewig in Deinen Partner verliebt sein!

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