„Ey Alter, chill mal.“

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Was tun? Wie verhält man sich, wenn die Kinder in die Pubertät kommen?

Du hast gedacht, wenn die Kinder älter werden, wird es leichter, aber ganz im Gegenteil. Kaum kommt die Pubertät, ist Ausnahmezustand. Deine Kinder hören nicht mehr auf Dich. Sie tragen permanent Kopfhörer mit viel zu lauter Musik, rauchen heimlich, hängen mit Typen ab, die Du nicht kennst und die Zimmer sehen aus wie Sau. Wenn Du mal mit ihnen reden willst, kommt nur „oh Mann, was is denn schon wieder“ oder ein „ ey chill mal“.

Was tun? Wie verhält man sich, wenn die Kinder in die Pubertät kommen?

Wenn der große Hormonwechsel eintritt, sind Jugendliche keine Kinder mehr, aber auch noch keine Erwachsenen. Sie sind irgendwas dazwischen, und das ist für sie schwer auszuhalten. Alles ist auf einmal anders, wenn die Körperproportionen aus dem Gleichgewicht geraten, die Stimme bricht, Hoden wachsen und Brüste schwellen, wenn der vertraute Körper nahezu von einem Tag auf den anderen fremd wird. Man bekommt Haare an Stellen wo vorher keine waren – Pickel sprießen und man fühlt sich alles andere als schön. Mit diesen Hormonen muss man erstmal lernen umzugehen und das ist nicht immer einfach, besonders wenn die Erwachsenen das mit einem geseufzten „Pubertät“ und einem Augenrollen abtun.

Die Pubertät ist ein Individualisierungsschritt

In der Zeit der Pubertät verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Bewusstsein. Die Pubertät ist auch immer ein Individualisierungsschritt. Es gilt, eine innere Unabhängigkeit und Eigenständigkeit zu entwickeln und doch will man irgendwo dazu gehören. Man gehört aber nicht mehr zu den Kindern und auch noch nicht zu den Erwachsenen. Deshalb werden die Gleichaltrigen plötzlich so wichtig.

In dieser Zeit der Veränderung sind die Eltern ganz besonders gefordert, denn jetzt muss sich der Blickwinkel auf die Kinder verändern.

Deine Kinder sind jetzt keine Kinder mehr und sie wollen auch von Dir nicht mehr so behandelt werden. Es reicht nicht mehr, nur zu verbieten – jetzt ist erheblich mehr Kommunikation gefragt – aber OHNE Meckern, OHNE Vorwürfe, OHNE Moral und ganz OHNE Tipps. Sie brauchen Dich jetzt anders, aber genauso intensiv.

Die Hauptaufgabe für die Jugendlichen in der Pubertät ist es, sich von der Kindheit zu befreien und den eigenen Weg zu finden. In dieser Phase braucht man Menschen, an denen man sich reiben kann und die standhaft bleiben. Erwachsene werden für die Jugendlichen zu Projektionsflächen für alles, von dem sie sich lossagen müssen, um einen eigenen Standpunkt finden zu können. Die Eltern repräsentieren für sie alles, was „out“ ist, überholt und von gestern. In den Augen der Jugendlichen sind die Eltern Gegenspieler, die irgendwie nicht wahrhaben wollen, dass man kein Kind mehr ist.

Was sie nicht brauchen ist Dein Misstrauen, Deine Kontrolle und Deine Ängste. Was sie brauchen ist Deine Liebe und Dein echtes Interesse an ihnen, ihren Problemen und Herausforderungen. Sie wollen ernst genommen werden. Wenn Du sie jetzt auch noch entwertest oder ihren Zustand abtust mit dem „Pubertäts-Seufzer“, werden sie sich von Dir innerlich zurückziehen.

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