Wie reagierst Du auf negative Menschen?

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Wir alle kennen negative Menschen. Doch wie sollten wir damit umgehen?

Wir alle kennen „negative Menschen“, deren emotionale Grundstimmung kaum zu übersehen ist. Sie beschweren sich und meckern über die Arbeit, das Wetter, die Kinder, das Fernsehprogramm, den Straßenverkehr, den Partner, die Kunden, die Nachbarn, die Handwerker, die Familie und die Kollegen. Auch im Urlaub kann es ihnen niemand recht machen, dort beklagen sie sich über das Hotel, den Service, andere Mitreisende, das Wasser, den Strand, einfach alles. Sie selbst sind nicht verantwortlich, sondern alle anderen. Sie sind wirklich gut darin, anderen die Schuld zuzuschieben. Aus ihrer negativen Einstellung machen sie kein Geheimnis: Niemand kann es ihnen recht machen und jeder wird darüber informiert, egal ob er es hören will oder nicht. Man erkennt sie auch daran, dass sie sich abfällig über andere äußern. Sie versprühen ungefiltert ihre negative Einstellung, was auf die Stimmung aller anderen Anwesenden Auswirkungen haben kann.

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie Du Dich vor solchen Menschen schützen oder anders mit ihnen umgehen kannst, ohne dass Du selbst Deine Stimmung ins Negative veränderst? Das ist ganz einfach umzusetzen, wenn Dir klar wird, dass es negative Menschen überhaupt nicht gibt!

Negative Menschen gibt es nicht

Kein Mensch auf dieser Welt ist NEGATIV. Es kann sein, dass Menschen sich negativ verhalten, das heißt aber noch lange nicht, dass sie negativ sind.

Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen menschlichem Verhalten und menschlichem Sein. Der Mensch kann sein Verhalten verändern, sein Sein jedoch nicht. Hinzu kommt, dass die Bewertung „negativ“ eine Interpretation ist und somit keine Tatsache. Interpretation bedeutet, dass jeder Mensch darunter etwas anderes versteht. Was für den einen „negativ“ ist, kann für den anderen durchaus „positiv“ sein. Wenn jemand sagt, was er denkt und seine Gefühle offen ausspricht, so kann das sowohl negativ als auch positiv bewertet werden. Die Bewertung ist immer individuell und nie die Wahrheit.

Hast Du Menschen in Deinem Leben, die sich Deiner Meinung nach „negativ“ verhalten? Würdest Du gerne gelassen und weiterhin in guter Stimmung sein, egal wie andere sich verhalten? Hast Du schon mal versucht, „negative“ Menschen zu verändern oder ihnen aus dem Weg zu gehen? Das funktioniert nicht.

Was nicht funktioniert

Bevor wir uns anschauen, wie Du mit solchen Situationen anders umgehen kannst, schauen wir uns an, was nicht funktioniert:

Es funktioniert nicht, wenn Du „negative Menschen“ ändern willst, indem Du sie auf ihre „Negativität“ hinweist. Das führt eher zum Gegenteil. Außerdem stellst Du Dich damit moralisch über sie, nach dem Motto: „Ich weiß es besser als Du und sag Dir jetzt, wie man es anders machen muss.“ Das wirkt belehrend und das mag niemand. Genau deshalb wird der andere mit Widerstand reagieren und Dich nun erst recht davon überzeugen wollen, dass seine Sicht der Dinge die einzig „richtige“ ist.

Was auch nicht funktioniert ist, „negative Menschen“ zu meiden, ihnen aus dem Weg zu gehen oder sich von ihnen zu distanzieren. Denn manchmal geht das einfach nicht, weil man mit dem Menschen zusammenarbeitet oder ihn in der eigenen Familie oder in der unmittelbaren Nachbarschaft hat.

Wie kannst Du „positiv“ bleiben, wenn andere sich „negativ“ verhalten?

Als erstes lade ich Dich ein, Deine Wertung über das Verhalten des anderen aufzugeben oder sie zu wandeln. Menschen, die sich so verhalten, machen das aus einer für sich positiven Absicht heraus. Sie erhoffen sich dadurch einen Gewinn oder sie wollen dadurch etwas vermeiden. Interessant ist herauszufinden, wozu sie sich so verhalten. Wenn Du versuchst, die positive Absicht hinter ihrem Verhalten zu erkennen, ermöglicht Dir das eine ganz andere Sichtweise auf diesen Menschen. Das schafft Verständnis und Mitgefühl.

Wenn Du nicht mehr denkst, dass der andere so nicht sein sollte oder sich anders verhalten müsste, bleibst Du selbst gelassen. Was nicht bedeutet, dass Du Dich nicht abgrenzen darfst, wenn es Dich direkt betrifft.

Als zweites lade ich Dich ein, den Urheber-Standpunkt einzunehmen. Vom Urheber-Standpunkt aus betrachtet hast Du etwas damit zu tun, wenn Du Menschen in Deinem Leben hast, die sich „negativ“ verhalten. Als Urheber stelle Dir die Frage, wozu Du diese Menschen in Deinem Leben hast und wie bzw. wodurch Du diese Erfahrungen erschaffst. Vielleicht lebst Du in einer ungünstigen Meinung über Menschen und ihr Verhalten bestätigt immer wieder Deine Meinung. Wenn Du ein eher „negatives“ Menschenbild hast, ist es kein Wunder, wenn Menschen sich Dir gegenüber „negativ“ verhalten. Mit unseren Überzeugungen erschaffen wir unsere Realität. Du kannst die Menschen nicht ändern, Deine Überzeugungen jedoch kannst Du jederzeit verändern.

Du hast immer die Wahl, wie Du auf andere Menschen reagieren willst. Wenn Du einen Unterschied machen willst, dann sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst. Wenn Du dich über solche Menschen ärgerst oder aufregst, verhältst Du Dich genauso „negativ“ wie sie. Bleibe gelassen und freundlich, egal wie andere sich verhalten. Du musst sie nicht entwerten oder verurteilen, denn Du kannst niemanden ändern; ob der andere sich verändern will, entscheidet er für sich allein. Verhalte Du Dich anders, denn wie Gandhi schon sagte: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir in dieser Welt wünschst.“

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