Wozu meckern und schimpfen Eltern?

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Wozu meckern so viele Eltern?

Immer, wenn andere nicht machen, was wir wollen, fallen uns nur zwei Arten der Motivation ein: Belohnung oder Bestrafung.

Dein Kind soll etwas tun, was es nicht will, z. B. sein Zimmer aufräumen. Du willst, dass es seine Sachen, die überall herumliegen, ordentlich wegräumt und Dein Kind hat andere Pläne für die heutige Freizeitgestaltung. Was jetzt?

Vielleicht versuchst Du es erst mit Belohnung: wenn Du das machst, dann bekommst Du … (Süßigkeiten, Kino, Zoo, Fernsehen oder Bargeld). Das klappt, zumindest eine Zeit lang, so lange die Kinder noch kleiner sind – aber irgendwann funktioniert das Ködern nicht mehr. Was dann?

Dann kommt die Bestrafung. Wenn die HIN ZU-Motivation nicht wirkt, nimmt man die WEG VON-Motivation. Entweder Zuckerbrot oder Peitsche. Meckern und Schimpfen ist ein Mittel der Bestrafung und hat nur den Zweck, den anderen dahin zu manipulieren, wo man ihn hin haben will.

Wir erhöhen durch die schärfere Wort- und Tonwahl den Druck auf den anderen. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, wird er schon machen, was wir wollen.

Das nennt man emotionale Erpressung. Wir erpressen, damit der Nachwuchs begreift, dass sein derzeitiges Verhalten unerwünscht ist. Außerdem liegt es ja an ihm selbst. Würde unser Kind tun, was wir sagen, müssten wir nicht meckern und schimpfen. Dass wir uns so fühlen und handeln, liegt allein am Kind! … Nein, liegt es nicht!

Meckern steigert nicht die Motivation

Deine Gefühle sind Deine Privatsache. Du erzeugst sie durch Deine Bewertungen – niemand anderes ist dafür verantwortlich. Wenn Du Deinen Kindern gefühlige Ansagen machst, dann liegt das an Dir – nicht an ihnen.

„Dass ich so mit Dir Rede, ist allein Deine Schuld!“ Das ist zwar eine super Begründung, aber nicht die Wahrheit. Dein Kind hat auch eine super Begründung für sein Verhalten – schon mal gefragt? Wahrscheinlich nicht. Du hast Dir über Dein Kind eine Meinung gebildet. Du glaubst, es zu kennen. Und weil das so ist, erübrigen sich die Fragen.

Meckern und Vorhaltungen machen steigert nicht die Motivation – ganz im Gegenteil. Wenn Dein Kind nicht macht, was Du willst, dann hat das was mit Dir zu tun.

Mit Kindern kann man reden und sie wissen ganz genau, warum sie etwas machen oder nicht machen – immer. Sie werden Dir allerdings nur die Wahrheit sagen, wenn das, was sie sagen, okay ist, Du nicht ausrastest, sie nicht ablehnst oder dafür bestrafst. Allerdings kannst Du nicht einfach aufhören zu meckern, denn hinter Deinem Verhalten liegen Überzeugungen und Schlussfolgerungen (Kontexte) über Dich, die Kinder, die Welt und das Leben. Erst wenn die aufgelöst sind, kannst Du Dein Verhalten dauerhaft ändern.

Willst Du wissen, wie man es anders machen kann? Willst Du Dein Verhalten dauerhaft verändern? Dann finde heraus, welche Deiner Schlussfolgerungen Dich so handeln lassen und wandele sie. Wenn Du wissen willst, wie Du  mit Deinen Kindern absichtsvolle Ergebnisgespräche führst – frei von Meckern, Vorwürfen, Druck, Stress und Angst, dann melde Dich zum „Glücklich SEIN“ Seminar an.

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