Was passiert, wenn Du ein Ziel nicht erreichst?

Veröffentlicht am
Wenn man Menschen nach ihrem nächsten Ziel fragt, haben viele keins.

Wenn man Menschen nach ihrem nächsten Ziel fragt, ist auffällig, dass viele keine Ziele mehr haben. Sie nennen dann vielleicht Absichten, wie zum Beispiel: „Hauptsache gesund bleiben!“. Ein echtes Ziel haben die wenigsten, denn viele haben Angst davor, ihre Ziele nicht zu erreichen.

Das liegt daran, dass wir denken, dass unsere Ergebnisse etwas über uns aussagen. Wir denken, dass wenn wir ein Ziel erreicht haben, es uns Bedeutung geben würde, wir toll, super oder etwas Besonderes wären.

Was denkst Du, wenn Du Dein Ziel nicht erreichst?

Wie ist das bei Dir? Was denkst Du über Dich, wenn Du Dein Ziel erreicht hast? Nimmst Du den Erfolg persönlich? Wenn man den Erfolg persönlich nimmt, dann nimmt man auch den Misserfolg persönlich. Wir denken dann, dass es natürlich auch eine Aussage über uns macht, wenn wir ein Ziel nicht erreichen; das hieße dann, wir wären ein Versager, Idiot und Verlierer.

Das wollen wir um jeden Preis vermeiden. Damit das niemand (auch wir selbst nicht) über uns denkt, haben wir eine Strategie entwickelt: Wir setzen uns einfach keine Ziele mehr. Wenn wir keine Ziele haben, können wir auch nicht versagen. So umgehen wir in den Augen der anderen, Verlierer, Versager oder die Dummen zu sein. Glauben wir zumindest… und reden es uns (mehr oder weniger erfolgreich) ein.

Wenn Du so denkst, unterliegst Du allerdings einem gewaltigen Irrtum. Etwas, das Du hast oder nicht hast, macht absolut keine Aussage über Dich oder darüber, wer Du bist. Auch was Du tust oder nicht tust macht keine Aussage darüber, wer Du bist. Es macht nur eine Aussage darüber, was Du getan oder unterlassen hast. Zur Zielerreichung gilt es, Bedingungen zu erfüllen. Das ist alles. Wenn Du Dein Abitur in einem bestimmten Jahr mit einer bestimmten Durchschnittsnote machen willst, dann müsstest Du die Bedingungen für dieses Ziel in der vorgegebenen Zeit erfüllen. Das ist alles. Wichtig wäre, Dir Zwischenziele zu setzen, um überprüfen zu können, ob Du auf dem richtigen Weg bist. Bist Du das nicht, kannst Du frühzeitig korrigieren. Man nennt das „Ergebnis, Erkenntnis, Korrektur“. Das geht allerdings nur, wenn Du Deine Ergebnisse nicht persönlich nimmst. Nimmst Du sie persönlich, wirst Du handlungsunfähig, weil Du zu viel mit Deinen Gefühlen zu tun hast und damit, darüber nachzudenken, was andere wohl jetzt von Dir denken.

Es ist egal, was andere von Dir denken.

Sich darüber Gedanken zu machen, was andere von Dir denken und möglichst noch eine Strategie zu entwickeln, wie Du am besten beeinflussen kannst, was sie von dir denken, ist absolut vergebene Liebesmüh. Du hast wirklich keinen Einfluss darauf, was andere von Dir denken (siehe dazu auch „Was andere von Dir denken“).

Wenn Du ein Ziel erreichen willst oder Dir einen Traum verwirklichen willst, dann tue es. Finde heraus, welche Bedingungen Du dafür erfüllen musst und dann erfülle sie. Aber denke nicht, dass Du dann toll wärest oder etwas Besonderes. Das bist Du schon, ohne dass Du dafür etwas tun oder haben müsstest. Daran ändert kein Ergebnis etwas, weder eins, das Du erreichst, noch eines, das Du nicht erreichst.

Erfolgreiche Menschen geben ihr Ziel nicht auf

Solltest Du ein Ziel haben, das vor Dir noch niemand hatte, dann musst Du die Bedingungen, die dafür zu erfüllen sind, erst noch herausfinden. Stelle Dir die Frage, wie groß Deine Umsetzungs-Absicht ist und nach wie vielen misslungenen Versuchen Du aufhören würdest: Nach drei, 12, 20, 50 oder 100 Versuchen?

Thomas Edison hat selbst nach 1000 Fehlversuchen nicht aufgegeben. Als er danach gefragt wurde, wie oft er gescheitert sei, sagte er: „Ich bin nicht gescheitert. Ich habe nur sehr viele Möglichkeiten entdeckt, wie die Glühbirne nicht funktioniert.“

Wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man erreicht das Ziel oder man erreicht es nicht. Hat man sein Ziel erreicht, kann man ein neues angehen. Erreicht man das Ziel nicht, gilt es herauszufinden, was zur Zielerreichung nicht funktioniert hat, so dass man seine Handlungen korrigieren und die Zielerreichung erneut anvisieren kann. Beste Beispiele für gelungene Korrekturen sind u. a.:

Bill Gates hat sein Harvard Studium abgebrochen und ging mit seiner ersten Firma Traf-O-Data pleite.
Henry Fords erste Autofirma ging pleite.
Marilyn Monroe bekam bei Colombia Pictures keine Vertragsverlängerung, weil man sie für nicht hübsch genug hielt, um Schauspielerin zu sein.
Walt Disney ging mehrere Male bankrott, bevor er endlich Erfolg hatte.
Richard Bachs Buch „Die Möwe Jonathan“ wurde von 18 Verlagen abgelehnt.
J.K. Rowlings Manuskript zu Harry Potter wurde von 12 Verlagen abgelehnt.
PayPal-Gründer Max Levchin ging, bevor er PayPal gründete, mit vier Unternehmen pleite.

Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie Misserfolge nicht persönlich nehmen und daraus lernen. Sie machen weiter, bis sie ihr Ziel erreicht haben; durch Ergebnis, Erkenntnis und Korrektur. Das kannst Du auch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

vier × 4 =